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Die Bewerbung

Pink Slip bekommen? Nun gehts an die Jobsuche...
An dieser Stelle einige Tipps zum erfolgreichen Verlauf der Bewerbung.

Die schriftliche Bewerbung ist die Eintrittskarte zu einem Vorstellungsgespräch oder einer Einladung in ein Assessment Center. Sie sollte aus diesem Grund gewissen formalen Kriterien genügen.

Bewerbungsunterlagen sind zwar noch keine Garantie für den erhofften Job, aber unverzichtbar, um das Interesse des Personalchefs zu wecken. Die Personalverantwortlichen müssen immer mehr Informationen verarbeiten. Verständlich, daß sie die Bewerbungsunterlagen gut aufbereitet erwarten. Für den Bewerber bedeutet das, sich präzise darzustellen und schnell auf den Punkt zu kommen.

  • Die gesamte Bewerbung sollte in einem ansprechenden aber dezenten Ordner bzw. einer Bewerbungsmappe zusammengefasst werden. Grelle Farben sollten vermieden werden aber auch schwarz wirkt unter Umständen zu pessimistisch.
  • Am besten steckt jedes Blatt in einer eigenen, neuen Klarsichthülle stecken. Benutzte Klarsichthüllen erkennt man umgehend an den Knicken und Kratzern. Also Mühe geben beim Reinstopfen der Blätter.
  • Entweder beginnt die Bewerbung mit einem Deckblatt, auf welchem in der rechten oberen Ecke das Bewerbungsphoto und ansonsten nur allgemeine Informationen enthalten sein sollten. Die zweite Möglichkeit - heute die üblichere - ist das Weglassen des Deckblattes und der Beginn direkt mit dem Anschreiben.
  • Das Anschreiben sollte als Gelegenheit betrachtet werden, dem Arbeitgeber in spe mitzuteilen, warum gerade Sie für diese bestimmte Stelle in Frage kommen.
  • Als nächstes folgt der tabellarische Lebenslauf.
  • Als Anhang folgen dann Zeugnisse, und zwar so gut wie alle, welche man jemals im Leben gesammelt hat.
  • Die Bewerbungsmappe sollte in einem Umschlag verschickt werden, welcher eine Verstärkung aus Pappe hat.
  • Die Schrift sollte gut lesbar sein. Allgemein üblich ist Arial 12pt.

Sollte ein Deckblatt erwünscht sein, so gehört ungefähr auf die Mitte des Blattes das Wort "Bewerbung" und die vollständige Adresse des Bewerbenden. Am unteren Rand fasst man unter "Inhalt" alle Dokumente zusammen, welche in der Bewerbungsmappe vorliegen. Zeugnisse müssen dabei nicht einzeln erwähnt werden, sondern können z.B. unter "3 Zeugnisse" zusammengefasst werden.


Anschreiben
p>Das Anschreiben sollte im oberen Bereich wie ein normaler Brief aufgebaut sein. D.h. von oben beginnend.

  • Links oben die vollständige Adresse des Bewerbers inklusive e-Mail, welche in der Informatikerbranche mittlerweile fast selbstverständlich ist. Dabei macht eine eMail Adresse der eigenen Domain sicherlich mehr Eindruck als z.B. xy.de
  • Rechts oben der Ort und das Datum.
  • Drei Leerzeilen unter der Bewerberadresse beginnt die Anschrift des Unternehmens. Der Ort sollte dabei als letztes und durch eine Leerzeile vom Rest der Anschrift getrennt aufgeführt werden. Hat man einen direkten Ansprechpartner in dem Jobangebot oder durch ein Telefongespräch bekommen, so sollte dieser unbedingt in der Adresse aufgeführt werden, um die interne Hauspost eines Unternehmens zu beschleunigen (besonders bei grossen Firmenstandorten lohnt sich dieses Vorgehen).
  • Wiederrum durch drei Leerzeilen getrennt folgt in fetter Schrift "Bewerbung als ...". Dies ist der erste Hinweis für den/die Sachbearbeiter/in, dass es sich um eine Bewerbung handelt und sollte deshalb unbedingt durch eine fette Schrift abgehoben werden.
  • Nach weiteren zwei Leerzeilen folgt die Anrede. Allgemein natürlich "Sehr geehrte Damen und Herren" ansonsten den Ansprechpartner direkt.
  • Der erste Abschnitt sollte Informationen enthalten, woher man das Jobangebot hat (Zeitung, Web oder ähnliches). In der Regel geben Firmen in Ihren Anzeigen Kürzel für die jeweilige Anzeige an. Diese sollten unbedingt aufgeführt werden, um eine schnelle Einordnung der Bewerbung zu ermöglichen.
  • Im zweiten Abschnitt sollte beschrieben werden, womit man sich gerade beschäftigt, z.B. Diplomarbeit + kurze Themaerläuterung, Praktika, Studium allgemein oder ähnliches.
  • Der normalerweise letzte Abschnitt sollte Informationen enthalten, warum man sich gerade um diesen Job bewirbt. Dies sind z.B. Praktika in dieser Richtung, externe Projekte, spezielle Interessen usw.

Assessment Center
Besonders größere Unternehmen und Beratungsbüros laden ihre Bewerber gern in sogenannte Assessment Center ein. Dies muss man sich als Klausurtag für Bewerber vorstellen, an dem die tatsächlich in Frage kommenden Bewerber ausgewählt werden.
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Besonders größere Unternehmen und Beratungsbüros laden ihre Bewerber gern in sogenannte Assessment Center ein. Dies muss man sich als Klausurtag für Bewerber vorstellen, an dem die tatsächlich in Frage kommenden Bewerber ausgewählt werden.

Hier soll festgestellt werden, welche Bewerber, dass in einer schriftlichen Bewerbung versprochene Potential halten oder sogar verbessern können und inwiefern der Bewerber für das Unternehmen geeignet ist.

Normalerweise sind die Anforderungen sehr ähnlich gestaltet und können in folgende Rubriken zusammengefasst werden:

Gruppenarbeit: Hier wird man mit einer Reihe anderer Bewerber (in der Regel natürlich völlig fremde Personen) dazu aufgefordert ein bestimmtes Thema zu diskutieren oder ein Problem im Team zu lösen. Bei der tatsächlichen Diskussion wird man nicht durch eine/mehrere Person/en des Personalbüros geführt, sondern es muss sich eine Eigenregie herausbilden und man wird intensiv beobachtet. Hintergrund dieser Aufgabe sind folgende Punkte:

  • Teamfähigkeit: Kann sich der Bewerber in die Gruppe integrieren und kann er diskutieren?
  • Reden und Reden lassen: Ist ein Bewerber fähig seine Meinung zu vertreten und kann er andere Meinungen akzeptieren?
  • Führungsqualitäten: Kann ein Bewerber durch seine Fähigkeiten die Leitung der Diskussion an sich nehmen und damit das Team auch ohne gegenseitige Absprache anführen?
  • Zeitdruck: Schafft es das Team (eventuell auch mit sehr unterschiedlichen Meinungen) die Aufgabenstellung im vorgegebenen Zeitrahmen zu erfüllen? Dies ist allerdings bei weitem nicht so entscheidend wie die obigen drei Punkte.

Einzelpräsentation: Jeder Bewerber bekommt eine Aufgabenstellung, welche er in einer vorgegebenen Zeit bearbeiten kann. Anschliessend trägt er diese vor mehreren Personen des Unternehmens vor und muss sich vor diesen behaupten. Hier muss man besonders mit gezielt unfairen oder ausserhalb des Wissensgebietes des Bewerbers liegenden Fragen rechnen! Besonders Fragen, welche interne Strukturen des Unternehmens betreffen, sind sehr beliebt.

  • Wissensvermittlung: Kann der Bewerber sein Wissen einem auf diesem Gebiet Unwissenden vermitteln?
  • Einsatzfähigkeit: Kann der Bewerber Aufgabenstellungen in beschränkter Zeit zufriedenstellend erledigen?
  • Belastbarkeit: Reagiert der Bewerber auf Zwischenfragen sachlich und vor allem korrekt? Bleibt der Bewerber auch bei erhöhtem Stress belastbar?
  • Repräsentation: Kann der Bewerber sein Gegenüber auch überzeugen und sich selbst und damit das Unternehmen in dem er angestellt ist entsprechend repräsentieren?

Das Einzelgespräch ist besonders ein Stresstest für den Bewerber. In der Regel sitzt er mehreren Personen gegenüber, welche gezielt schwierig oder unmöglich zu beantwortenden Fragen stellen. In diesem Fall hilft nicht das Hinweisen auf die Unzulänglichkeit seiner selbst sondern nur eine geschickte Antwort. Man muss sich immer vor Augen halten, dass man bei der Präsentation einen Mitarbeiter des Unternehmens darstellt und sich nicht darauf berufen kann, dass die fragende Person selbst im Unternehmen angestellt ist und die soeben gestellte Frage viel besser beantworten könnte. Bei Produktpräsentationen werden normalerweise auch Fragen zu Kosten oder ähnlichem gestellt, die man als Aussenstehender niemals korrekt beantworten kann. Hier ist oftmals nur die Antwort zur Rücksprache mit Mitarbeitern oder Kollegen gewünscht. Auf keinen Fall sollte man großzügige Zusagen machen, welche das Unternehmen eventuell nicht einhalten und damit in Misskredit bringen könnte.

Schritfliche Tests: Diese sind normalerweise nicht mehr bei der Bewerbung um einen Job interessant. Aus diesen Grund möchte ich hier nur die gebräuchlisten Themengebiete zusammenfassen. Literatur mit einer Unzahl an Fragen in dieser Richtung findet man im Buchhandel.

  • Sprachfähigkeit: Sätze vervollständigen, verwandte Begriffe finden, Oberbegriffe finden
  • Zahlenverständnis: Zahlenreihen erkennen und erweitern, Rechenaufgaben, Textaufgaben
  • Logisches Denken: Textaufgaben, logische Kombinatorik
  • Figürliches Denken: Figuren drehen, ähnliche Figuren erkennen, Figurenreihen erkennen und erweitern
  • Allgemeinbildung: besonders Fragen zum aktuellen Zeitgeschehen, sämtliche Themengebiete
Eingangsbestätigung

Die Post hat ihren Job erledigt und die Bewerbung ist an einer Stelle des Unternehmens angekommen, die sich verantwortlich fühlt (was manchmal recht lange dauern kann).

Sinngemäss stehen in diesem Schreiben fast immer folgende Sätze:

"Wir bedanken uns für Ihre Bewerbung und das Interesse an unserem Unternehmen. Wir beschäftigen uns zur Zeit noch näher mit Ihren Unterlagen und bitten Sie deshalb um Geduld. Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf Sie zukommen."

Klingt im Großen und Ganzen ganz gut, ist aber hinterhältig ohne Ende. Indirekt steht hier nämlich folgendes drin:

"Sie haben sich bei uns beworben, was nicht heisst, dass Sie tatsächlich Interesse haben. Dies testen wir damit, sie in eine Warteschleife zu schicken und die nächste Aktion Ihnen zu überlassen."

Im Klartext heisst dies, man sollte dem entsprechenden Personalbüro ungefähr zwei Wochen Zeit geben, um zu testen, ob die Bewerbung wirklich weiter bearbeitet wird oder der Bewerber getestet werden soll. Ist in dieser Zeit kein weiterer Brief oder eine Einladung gekommen, muss man telefonisch nachhaken. Der Ansprechpartner ist immer derjenige, welcher das Schreiben abgefasst hat oder als Kontaktperson angegeben wurde. Ruft man jetzt nicht an, so verschwinden die Unterlagen normalerweise in der runden Ablage, sprich Papierkorb. Man muss also bis zu einer definitiven Einladung oder Absage auf jeden Fall regelmässig am Ball bleiben. Auch wenn dies bedeutet die entsprechende Person im Personalbüro zu nerven, so ist dies doch schliesslich ihr Job (life is a bitch).

Besonders bei großen Unternehmen bekommt man als erstes einen Personalbogen zugeschickt, den man ausfüllen soll. In der Regel muss man hier nochmal alles eintragen, was schon im Anschreiben und dem Lebenslauf steht. Dies sollte allerdings genauso sorgfältig geschehen, wie die Bewerbung selbst, da dieser Bogen normalerweise als interne Referenz zur Person des Bewerbers gilt und die eigentliche Bewerbung dann nur noch als Anhang mitgeschleppt wird. Meistens enthalten diese Bögen auch Fragen zu Verbindungen zu dem Unternehmen und zu Gehaltsvorstellungen. Diese Fragen sollte man mit Vorsicht geniessen und wenn nötig ein Extrablatt beilegen, welches erläutert, diese Fragen lieber in einem persönlichen Gepräch zu klären. Besonders Gehaltsvorstellungen sind ein Thema für ein Vorstellungsgespräch, denn wer will schon im Vorfeld rausfallen, weil er sich 10.000 DM zuviel Gehalt vorgestellt hat.

Lebenslauf

Der Lebenslauf ist neben dem Anschreiben der wichtigste Teil einer Bewerbung. Ein Lebenslauf ist Ihr Markenzeichen und Ihr Verkaufsargument. Nehmen Sie sich Zeit für seine logische und systematische Darstellung. Nichts ist fataler als ein unlogischer Lebenslauf.

Grundsätzlich sollte ein Lebenslauf kurz sein. Für einen thematischen Lebenslauf genügt eine Seite; ein chronologischer Lebenslauf ist höchstens zwei Seiten lang.

Formulieren Sie Ihren Lebenslauf klar und eindeutig. Vermeiden Sie Abkürzungen und Fachjargon. Auch Anglizismen oder eine modische Ausdrucksweise sollten Sie vermeiden. Nennen Sie bei jeder Funktion Ihren Verantwortungsbereich.

Jedes Wort zählt. Vermeiden Sie Wiederholungen ebenso wie pessimistische, negative, ungenaue oder vage Aussagen.

Ein chronologischer Lebenslauf darf keine Lücken haben. Vermeiden Sie in jedem Fall Übertreibungen.

Beachten Sie den visuellen Aspekt. Achten Sie auf die Form. Ihr Lebenslauf darf natürlich keine Rechtschreibfehler aufweisen.

Vorstellung
Das Vorstellungsgespräch - Die erste große Hürde ist genommen und das Interesse des angeschriebenen Unternehmens ist soweit geweckt, dass es eine persönliche Bekanntschaft wünscht. Jetzt allerdings beginnt meiner Meinung nach erst der schwierige Teil.

Grundsätzlich gilt, dass man sich nochmal intensiv mit dem Jobangebot und seiner Bewerbung auseinandersetzen sollte, um sich darüber klar zu werden, für was man sich tatsächlich beworben hat und welche Informationen man dem Unternehmen schon hat zukommen lassen.

Insbesondere sollte man sich einschlägige Informationen zu dem Unternehmen besorgen. Dies beinhaltet dessen Marktposition, Größe (finanziell wie personell) und den letzten Jahresbericht, denn nichts ist peinlicher als Fragen in diese Richtung und Ratlosigkeit auf der Bewerberseite. In der Regel bekommt man diese Informationen sehr aktuell und vollständig aus dem Web.

Weiterhin sollte man sich damit auseinandersetzen, warum man sich ausgerechnet bei diesem Unternehmen beworben hat. Dies ist eine Standardfrage im Vorstellungsgespräch.

Generell gilt, je mehr man sich über das Unternehmen im Klaren ist und vor allem über seine eigene Motivation desto überzeugender wirkt man auf die gesprächsführende/n Person/en.

Ist der Ort der persönliche Vorstellung sehr weit entfernt, so wird die Firma in der Regel die Übernachtung in einem Hotel anbieten. Dies sollte man auf jeden Fall wahrnehmen, schon um bei zeitig angesetzten Terminen ausgeschlafen und erholt zu diesen zu erscheinen. Erscheint einem der Termin als zu früh, um noch am gleichen Tag anzureisen und im Einladungsschreiben sind keine Vermerke auf Hotel gemacht, sollte man sich nicht scheuen anzurufen und auf diese Möglichkeit hin zu fragen.

Als goldene Regel für die Bekleidung kann "So wie ich in diesem Unternehmen zur Arbeit erscheinen würde, so erscheine ich auch beim Vorstellungsgespräch" gelten. Eine Ausnahme bilden dabei Banken, hier läuft ohne Anzug und Krawatte garnichts. Grundsätzlich gilt natürlich, dass die Kleidung sauber und ordentlich sein sollte. Ein Sakko sowie das Ersetzen der Jeans durch eine Bundfaltenhose sollte in den meisten Fällen aber ausreichen.

Persönliches Gespräch

In einem persönlichem Gespräch werden besonders Fragen zur Person gestellt (liegt wohl auch nahe). Man sollte auf jeden Fall darauf achten sich klar und deutlich auszudrücken und keine Rolle zu spielen. Dies wird vom jeweils Gesprächsführenden schnell erkannt und zieht normalerweise eine Ablehnung nach sich. Hat man vorher schon an den Aufgaben eines Assessment Centers teilgenommen, so könnten manche der nachfolgend aufgeführten Fragen schon beantwortet sein.

  1. Bildungsgang:
    Fachrichtung gewechselt, wieso? Anforderungen zu hoch?
    Besondere, jobbezogene Interessen?
    Wieso haben Sie studiert?
    Zusätzliche Weiterbildungen besucht?
  2. Hobby und Freizeit:
    Ausserberufliche Erfolge?
    Sport- oder sonstige Vereine?
  3. Wissensstand:
    Unternehmensbereiche der Firma?
    Schwierige Situtionen gemeistert und wie würden Sie es in unserem Unternehmen lösen?
    Wichtige politische Ereignisse der letzten zwei Wochen?
  4. Persönlichkeit:
    Besondere Stärken/Schwächen (Frage nach realistischer Selbsteinschätzung)?
    Beschreiben Sie sich selbst (manchmal auch durch künstlerrische Tätigkeiten -> kreativ)!
    Würden Sie gern den Platz Ihres Vorgesetzten einnehmen?
    Definieren Sie den Begriff "Erfolg"?
    Worauf legen Sie im Beruf wert?
    Mittelfristige und langfristige Ziele?
    Wie erfolgreich waren Sie bisher?
  5. Unternehmensauswahl:
    Welche Vorstellungen haben Sie von sich in unserem Unternehmen?
    Wie haben Sie über die offene Stelle erfahren?
    Was schätzen Sie an unserem Unternehmen?
    Beschreiben Sie ein in Ihren Vorstellungen ideales Unternehmen?

Wichtig ist es sich besonders im Vorfeld über mögliche Antworten im Klaren zu sein und diese nicht aus den Stehgreif zu beantworten. In der Regel sollen die Fragen helfen den Bewerber und seine Vorstellungen kennenzulernen, aber auch realistische Selbsteinschätzung, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und das Zusammenpassen von Unternehmen und Bewerber werden hinterfragt.

Hat man in einem Assessment Center an der Auswahl teilgenommen, sollte man auf jeden Fall auch nach Feedback zu den gebotenen Leistungen fragen. Und wenn es nur dazu dient, festzustellen, an welchen Stellen seines Verhaltens oder Auftretens man noch etwas feilen sollte. Insbesondere wenn man noch eine Reihe andere Bewerbertage dieser Art vor sich hat, kann dies sehr hilfreich sein.

Fragen, welche man im persönlichen Gespräch stellen sollte:

  • Wie sieht das Aufgabengebiet konkret aus?
  • Wie gross ist die Abteilung?
  • Wer ist mein Vorgesetzter?
  • Wo (bei verschiedenen Standorten des Unternehmens) werde ich eingesetzt?
  • Werden offene Stellen zuerst betriebsintern besetzt (Aufstiegsmöglichkeiten)?
  • Wieviel Urlaub steht mir zur Verfügung?
  • Wie lange dauert die Probezeit?
  • Erstattung von Umzugskosten?
  • Anfangsgehalt?
  • Gehaltssteigerungen?

Besonders die Frage nach dem Gehalt ist auch immer eine Sache der geschickten Verhandlung. Bei Berufseinsteigern ist allerdings der Handlungsspielraum stark begrenzt, da diese insbesondere bei größeren Unternehmen an festen Sätzen orientiert sind. Kleinere Unternehmen sind aufgrund des momentanen Mangels an IT-Kräften dazu verdammt mehr zu zahlen, um überhaupt Bewerber abzubekommen. Allerdings, und dies trägt auch zu einer realistischen Selbsteinschätzung bei, sollte man sich nicht unter Wert verkaufen. Der momentane Durchschnitt des Einstiegsgehaltes für Informatiker liegt bei 81TDM pro Jahr. Auch muss man auf die Frage gefasst sein, ob man glaubt, das geforderte Geld auch wirklich Wert zu sein. Zu beachten ist, das besonders in großen Unternehmen sogenannte unbare Leistungen bedeutend höher liegen, als anderswo.

  • Richtet das Unternehmen einen eigenen Rentenfond für seine Mitarbeiter ein?
  • Kann man billig in einer Kantine Mittag essen?
  • Dienstwagen? Und dieser auch privat nutzbar?
  • Gibt es eine betriebsinterne Krankenkasse?
  • Wird im Krankheitsfall das volle Gehalt länger als die obligatorischen 6 Wochen bezahlt?
  • Kann man Produkte/ Aktien des Unternehmens mit Rabatt erwerben?

Unbare Leistungen zahlen sich insbesondere auch dadurch aus, dass sie nicht versteuert werden müssen und deshalb als Plus zum Nettogehalt zu rechnen sind.





 
 
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